Liebes Mami, umarme dich!

(ENGLISH VERSION BELOW!)

 

91% der Frauen hassen ihren Körper. Taryn Brumfitt aus Australien schockierte diese unglaubliche Zahl. Warum um Himmels Willen ist das so? 

Sie selbst stand nach den Geburten ihrer Kinder weinend vor dem Spiegel. Sie akzeptierte ihren durch die Schwangerschaften gezeichneten Körper nicht. Sie fing an zu trainieren, bis sie an einem Fitness-Model-Wettbewerb teilnehmen konnte. Dort merkte sie: Sogar die Frauen mit gestähltem Körper waren unzufrieden. Auch sie selbst war nicht glücklich. So viel Zeit, so viel Energie verbrauchte sie für das Ziel eines "perfekten" Körpers. War es das wert? Würde sie ihre Zeit und Energie nicht besser für ihre Familie einsetzen?

Taryn erkannte, dass sie sich dieses Gefühl, immer perfekt aussehen zu müssen, nicht für ihre Tochter wünschte. Wie konnte sie erreichen, dass ihre Tochter ihren Körper annahm, so wie er ist? Ein erster Schritt, liebes Mami, ist, dein eigenes Körperbild (Body Image) zu revidieren. Nimm dich selbst an, so wie du bist. Mäkle nicht an dir herum. Glaube mir, während ich diese Zeilen schreibe, weiss ich genau, wie schwer das ist. Ich habe in den Schwangerschaften zugenommen und kämpfe seither gegen die Kilos. "Ich kämpfe" - nur schon die Aussage raubt mir Kraft. Mein Körper ist gesund und hat genügend Energie, um alle meine Projekte, meinen Alltag, meinen Beruf und meine Familie nicht nur zu managen, sondern zu geniessen. Wie schön! Ich könnte jetzt weiter schreiben "Meine Haut ist schlecht, mein Bauch zu fett, meine Füsse zu klein, mein Doppelkinn nervt...". Oder ich ändere mein Körperbild bewusst und betone meine positiven Seiten: "Ich liebe meine strahlenden Augen, mit denen ich die Welt sehen kann. Ich mag meine kräftigen Hände, mit denen ich Klavier spielen kann. Ich liebe meine Arme, mit denen ich meine Liebsten umarmen kann. Ich liebe meine grauen Haare, die kräftig sind und im Wind fliegen. Ich liebe meine kleinen Füsse, die mich jeden Tag tragen und mich tanzen lassen."

Probiere es mal aus und überlege dir, was das mit deinen Kindern macht, wenn sie sehen, dass du deinen Körper in Liebe annimmst. Dass du ihn gut behandelst, weil du gesund und kräftig sein willst. Was macht das mit dir?

 

Kinder imitieren uns. In letzter Zeit musste ich viel telefonieren. Laralena hat nun ein Lieblingsspiel: Sie schnappt sich ein Telefon und telefoniert. Sie bestellt Ponys zum Reiten oder ein Ticket fürs Schwimmbad. Es ist so süss! 

Ich stelle mir vor, was sie tun würde, wenn ich vor dem Spiegel stünde und weinte. Wenn sie mich sagen hörte, dass ich meinen Po zu fett fände und meinen Körper hasste. Würde sie das auch imitieren?

"Das ist sehr wahrscheinlich", sagt Psychologin Sarah Schaufelberger. "Kleinkinder imitieren nicht nur das Verhalten von uns Erwachsenen, sie übernehmen bewusst oder unbewusst auch unsere Haltungen. Wir wollen das ja auch, es ist Teil unserer Erziehung. Wir möchten, dass die Kinder höflich sind und Bitte und Danke sagen. Wenn wir ihnen das vorleben, machen sie es auch. Genau so verhält es sich mit dem Körperbild."

Dies erkannte auch Taryn Brumfitt und machte sich auf die Welt zu verändern. Ich bewundere sie für ihren Mut, ihren Willen und ihre Kraft, das Body Image Movement zu starten und danke ihr von Herzen. "Embrace - the documentary" hat mein Leben verändert. 

Nun gibt sie Gas, um den zweiten Film zu produzieren: Embrace kids. Auch Kinder sind von Bodyshaming betroffen. Wie können wir ihnen das Selbstbewusstsein vermitteln, dass sie sich annehmen, wie sie sind? Mein Sohn ist für sein Alter genau richtig gewachsen, aber seine besten Freunde sind alle sehr gross. Das war eine Weile Thema. Wir haben ihm erklärt, dass es nicht auf die Körpergrösse ankommt und viel wichtiger: Wir leben es vor. Wir machten uns ein Spiel daraus, auszuprobieren, in welchen Situationen "Gross sein" Vorteile hat und wann es ganz praktisch ist, nicht so gross zu sein. Seither scheint das Thema für ihn keine Wichtigkeit mehr zu haben. Er ist, so wie er ist und das ist gut so.

Damit der Film realisiert werden kann, benötigt Taryn unsere Unterstützung. Der Film soll Schulen weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Du kannst "Embrace kids" ganz einfach unterstützen: Kaufe den Song "Embrace" auf Itunes! 

Wir haben "Embrace", der zusammen mit unseren australischen Freunden Pevan & Sarah entstanden ist, bereits auf unserer Spotify-Playlist "kitalieder.ch BEWEGUNGSLIEDER" integriert:

Ich danke dir, dass du diesen Beitrag gelesen hast und die Message #ihaveembraced hilfst in die Welt hinauszutragen. Für mehr Glück und Freude. Und jetzt gehe ich tanzen!

 

Heb dier Sorg, dini Miriam

PS: Hier der Trailer zum Film "Embrace - The Documentary":

PPS: Frauen, wir müssen damit aufhören! Embrace your body! 

ENGLISH VERSION

"Dear Mommy, give me a hug!"

 

91% of women do hate their body. Taryn Brumfitt from Australia shocked with this incredible number. Why on earth is that happening?

After the births of her children she stood in front of the mirror crying and did not accept her body marked by pregnancy. She started training until she could take part in a fitness model competition. Even there she noticed: "The women with steel bodies were also not satisfied. She wasn't happy either. She spent so much time and so much energy for the goal of a "perfect" body. Was it worth it? Wouldn't she spend her time and energy better for her family?

Taryn realized that she didn't want this feeling of always having to look perfect for her daughter. How did she get her daughter to accept her body as it is? A first step, dear Mommy, is to revise your own body image. Accept yourself as you are. Don't criticize yourself. Believe me, as I write these lines, I know exactly how hard it is. I gained weight during pregnancy and have been fighting the kilos ever since. "I fight" - just the statement robs me of strength. My body is healthy and has enough energy not only to manage but to enjoy all my projects, my everyday life, my job and my family. How beautiful! I could now continue writing "My skin is bad, my stomach too fat, my feet too small, my double chin is annoying...". Or I consciously change my body image and emphasize my positive sides: "I love my radiant eyes with which I can see the world. I like my strong hands and with them I can play the piano. I love my arms to embrace my loved ones. I love my grey hair, which is strong and flies in the wind. I love my little feet that carry me every day and make me dance."

Try it out and think about what it does to your children when they see that you accept your body in love. That you treat it well because you want to be healthy and strong. What does that do to you?

 

Children imitate us. Lately I've had to make a lot of phone calls. Laralena (my daughter) now has a favorite game: she grabs a phone and makes a phone call. She orders ponies to ride or a ticket for the swimming pool. It's so sweet!

I imagine what she would do if I stood in front of the mirror and cried. If she heard me say that I found my bottom too fat and hated my body. Would she imitate that too?

"That's very likely," says psychologist Sarah Schaufelberger. "Toddlers not only imitate the behavior of us adults, they also consciously or unconsciously adopt our attitudes. That's what we want, it's part of our education. We want the children to be polite and to say please and thank you. If we live it for them, they will do it. It is exactly the same with the body image".

Taryn Brumfitt also recognized this and set out to change the world. I admire her for her courage, her will and her power to start the Body Image Movement and thank her from the bottom of my heart. "Embrace - the documentary" has changed my life.

Now she is stepping on the gas to produce the second film: Embrace kids. Children are also affected by body shaming. How can we give them the self-confidence that they accept themselves as they are? My son has grown just right for his age, but his best friends are all very big. That was the topic for a while. We explained to him that it doesn't matter how tall you are, and more importantly, that we live it. We made a game out of trying out in which situations "being big" has advantages and when it's practical not to be so big. Since then, the subject seems to be of no importance to him. He is the way he is and that's a good thing.

Taryn needs our support so that the film can be realized. The film should be made available to schools worldwide free of charge. You can easily support "Embrace kids": Buy the song "Embrace" on Itunes!

We have already integrated "Embrace", which was created together with our Australian friends Pevan & Sarah, on our Spotify playlist "kitalieder.ch BEWEGUNGSLIEDER".

 

Thank you for reading this article and helping to carry the message #ihaveembraced out into the world. For more happiness and joy. And now I'm going dancing!

 

Take care, Miriam

 

 

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